{"id":318,"date":"2018-10-06T13:21:07","date_gmt":"2018-10-06T11:21:07","guid":{"rendered":"http:\/\/fortbildung.simonboettger.de\/?p=318"},"modified":"2018-10-06T13:21:07","modified_gmt":"2018-10-06T11:21:07","slug":"zolendronat-bei-osteopenie-fuer-postmenopausale-frauen-65-jahre","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fortbildung.simonboettger.de\/?p=318","title":{"rendered":"Zolendronat bei Osteopenie f\u00fcr postmenopausale Frauen > 65 Jahre"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1056\/NEJMoa1808082\">Reid et al.<\/a> haben die Frage der Effektivit\u00e4t einer Therapie mit Zolendronat f\u00fcr postmenopausale Frauen mit einer Knochendichte am Femurhals \/ Gesamtfemur zwischen -1.0 und -2.5, mithin den WHO-Kriterien einer Osteopenie, untersucht. Eingeschlossen in die randomisierte kontrollierte doppelt-verblindete Studie wurden jeweils 1000 Frauen, die Analyse nach 6 Jahren haben 936 in der Verumgruppe und 925 in der Placebogruppe abgeschlossen.<\/p>\n<p>Beide Gruppen erhielten vor Studienbeginn 100.000 IU Vitamin D, falls bisher noch keine Vitamin D-Substitution erfolgt war, und anschlie\u00dfend monatlich dann 1,25 mg (50.000 IU). Mittlerweile werden hochdosierte Vitamin D-Gaben nicht mehr empfohlen, siehe z. B. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1111\/joim.12836\">Reid<\/a>. In der Zolendronatgruppe wurden dann 5 mg Zolendronat i.v. alle 18 Monate verabreicht, die Placebogruppe erhielt eine identisch beschriftete Kochsalzinfusion.<\/p>\n<p>Ausschlusskriterien war eine schwerwiegende Systemerkrankung, eine Niereninsuffizienz &gt; G3b, eine Krebserkrankung in den letzten 2 Jahren, eine Knochenstoffwechselerkrankung oder Medikamente welche in den Knochenstoffwechsel eingreifen (neben Bisphosphonaten z. B. Prednisolon &gt; 2,5 mg tgl.). Ein T-Score von &lt; -2.5 an der Wirbels\u00e4ule war kein Ausschlusskriterium, damit erf\u00fcllte ein Teil der Patientinnen auch die Kriterien einer Osteoporose.<\/p>\n<p>Dennoch war auch ohne die Ber\u00fccksichtigung dieser Gruppe nach 6 Jahren eine deutlich verringerte Frakturh\u00e4ufigkeit zu beobachten, das Risiko in der Zolendronatgruppe verringerte sich auf 63 % nach 6 Jahren im Vergleich zur Placebogruppe. \u00dcber alle gerechnet f\u00fcr das Auftreten einer symptomatischen Fraktur in 6 Jahren betrug die NNT 19. Die Mortalit\u00e4t war tendenziell, wenn auch nicht signifikant, in der Bisphosphonatgruppe niedriger (HR 0,65 (0,4 &#8211; 1,05) bei 41 Todesf\u00e4llen in der Placebogruppe vs. 27 in der Zolendronatgruppe). Vorhofflimmern war nicht h\u00e4ufiger, ebenso fand sich eine g\u00fcnstige nicht-signifikante Tendenz f\u00fcr das Auftreten von Krebserkrankungen und Myokardinfarkten. Jeweils etwa 400 Patientinnen klagte \u00fcber Nebenwirkungen, 56 Patientinnen lehnten eine erneute Zolendronatinfusion aufgrund von Grippe-\u00e4hnlichen Symptomen ab, in der Placebogruppe waren es 5.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Reid et al. haben die Frage der Effektivit\u00e4t einer Therapie mit Zolendronat f\u00fcr postmenopausale Frauen mit einer Knochendichte am Femurhals \/ Gesamtfemur zwischen -1.0 und -2.5, mithin den WHO-Kriterien einer Osteopenie, untersucht. 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